Wer wir sind

Die Geschichte der Irmandade Betânia beginnt 1934 mit deutschen Kolonisten im Staat Paraná im Süden Brasiliens. Sie baten eine christliche Organisation in Marburg/Deutschland um die Entsendung von Missionaren für Krankenpflege, schulischen Unterricht und geistliche Betreuung. Nicht lange danach waren die ersten deutschen Missionare und Diakonissen auf dem Weg nach Brasilien. Bis zum II.Weltkrieg  lag die Priorität   des  Einsatzes der Diakonissen  bei den Einwanderern  in den deutschen Kolonien.

Die Folgen des Krieges, .z.B. das Verbot der deutschen Sprache, veränderten den Dienst, so dass sich die Diakonissen besonders der unversorgten Bevölkerung im Landesinnneren von Paraná zuwandten. Nach Jahrzehnten der Partnerschaft mit anderen Organisationen zeigte sich immer mehr die Notwendigkeit, eine eigene juristische Körperschaft für die Gruppe der Diakonissen zu gründen, der inzwischen auch brasilianische Schwestern angehörten. So kam es 1980 in Curitiba/Parana zur Gründung der Irmandade Evangélica Betânia als einer christlichen gemeinnützigen Organisation.

 

Diakonie, der biblischer Begriff für Dienen,  das durch die erfahrene Liebe Gottes motiviert ist, beschreibt das Wesen der Irmandade. Besonders im Bereich der Betreuung und Bildung von Kindern wissen sich die Mitglieder der Irmandade diesem Verständnis von der Zuwendung zu den Menschen ihrer Zeit und Welt verpflichtet. Dazu gehören auch die ethischen Grundlagen der Transparenz im Umgang mit Menschen und Mitteln.Die Irmandade versteht sich als eine Gemeinschaft, die mitten in die Gesellschaft gestellt und der menschlichen Realität und den Bedrohungen aufmerksam zugewandt ist. Neben dem ganz konkreten Einsatz im pädagogischen Bereich gehört die Irmandade zu den Unterzeichnern des Paktes Global der UNO und ist regional tätig.

Mitglieder

Die Miglieder der Irmandade sind Christen, die im Rahmen dieser Gemeinschaft und ihren Aufgaben Gott dienen wollen. Dabei suchen sie, sich gegenseitig zu fördern. Die Mitgliedschaft kann sich in drei Kategorien  realisieren: Diakonische Helfer, Verbindliche diakonische Mitarbeiter und Dakonissen, in Portigiesisch: Cooperadores, Obreiros und Diaconisas.

Dies sind Frauen, die als Christinnen eine gewisse Lebenserfahrung erworben und Klarheit über einen Weg in Ehelosigkeit und Lebensgemeinschaft im Aufgabenbereich der Irmandade gewonnen haben. Es können Singles, Witwen oder geschiedene Frauen sein, die aber für niemand Sorgepflicht übernommen haben. Diakonissen tragen mit den Obreiros die Verantwortung für das Sein und Werden der Irmandade.

Diakonie

Das Wort Diakonie meint den christlichen Dienst zugunsten des Nächsten, wie es den Worten von Jesus Christus  entspricht: ”Der Menchensohn ist nicht gekommen, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene” (Markus 10,45) und “Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch” (Johannes 20,21).